Die Natur ist heute noch vom Rechtssystem ausgeschlossen. Sie hat keine eigene Rechtspersönlichkeit Was nicht heisst, dass sich die Natur in einigen Fällen nicht selbst um ihre Rechte kümmert, wie ein Artikel im Tagesanzeiger (20250211-S14), aufzeigt. Es geht um eine kanalisierte Flusslandschaft der Klabava in Tschechien (Landschaftschutzpark Brdy) , die wieder renaturiert werden sollte. Allerdings kam das Projekt nicht vom Fleck. Es wurde gestritten. Nicht am Streit zwischen Naturschützern, Kommunalpolitikern, Wasserwirtschaftern und Forstbetrieben beteiligen wollte sich eine Biberfamilie. Stattdessen nutzte sie den jahrelangen Streit, um hunderte von Bäumen zu fällen und damit einen Damm zu bauen, das Gebiet zu überfluten, die Klabava wieder sauberer und lebenswerter für Amphibien und andere Lebewesen zu machen. Sie hat dafür weder Formulare ausgefüllt, noch Bewilligungen eingeholt. Immerhin hat sie sich an die Vorgaben der Planer gehalten und den Damm dort gebaut, wo er hätte gebaut werden sollen. Projekt abgeschlossen. Irgendwie erscheinen Biber effizienter als Verwaltungsbeamte. Höre dazu auch: Was die Biber schaffen, ist faszinierend. (srf)
0 Kommentare
Antwort hinterlassen |